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Gemeinderat beschließt einstimmig den Feuerwehrbedarfsplan und die Beschaffung digitaler Funktechnik

In der Sitzung des Gemeinderates am 20.03.2024 beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Rheinhausen einstimmig die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplan für die Jahre 2025 bis 2029. Der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr präsentierte in Vertretung des verhinderten Kommandanten die Eckpunkte des Plans.

Mit dem geplanten Zulauf des bereits beauftragten Löschgruppenfahrzeuges LF20 im vierten Quartal 2025 ist der Fuhrpark der Hüsemer Helfer innerhalb 11 Jahren rundum erneuert worden. Mit den weiteren bereits getätigten Investitionen in die Themen persönliche Schutzausstattung, Wasserrettung und Notstromversorgung ist die Feuerwehr ausstattungstechnisch sehr gut aufgestellt.

Gut aufgestellt ist die Feuerwehr auch im Bereich des Personals. Die Anzahl der Führungskräfte, Maschinisten und Atemschutzgeräteträger ist ausreichend gut. Insgesamt wird jedoch die Fachempfehlung, den Personalansatz eines Löschzuges mit 21 Funktionen mit dem Faktor 3 vorzuhalten nicht erreicht. Aktuell sind 49 Kameraden (m/w) in der Einsatzabteilung aktiv, sehr viele davon mit Mehrfachqualifikation.

Aus diesem Grund wird in der Fortschreibung der Fokus auch auf das Thema Mitgliederhaltung und vor allem auch Mitgliedergewinnung gelegt. Einsatzkräfte können nicht über Online-Händler gekauft oder aus dem 3D-Drucker hergestellt werden, sie müssen aus der Einwohnerschaft rekrutiert werden. Da der Feuerwehrdienst nicht aus dem Homeoffice erledigt werden kann braucht es zudem die notwenige Infrastruktur.

Der weitere Schwerpunkt liegt deshalb auf dem Thema Gerätehauserweiterung bzw. den damit notwendigen Strukturanalysen in Bezug auf Arbeitssicherheit, Platzbedarf, Geschlechtertrennung und Stellplatzanzahl. Da die Einwohnerzahl von Rheinhausen von 2014 bis 2028 perspektivisch um ca. 1000 Einwohner wächst und die rechtlichen Vorgaben und Anforderungen an die Feuerwehr immer weiter zunehmen, muss auch die Feuerwehr mit dieser Entwicklung mitgehen.

Bereits zur Heim WM im Jahr 2006 sollte der Digitalfunk in Deutschland flächendeckend eingeführt werden. Knapp 18 Jahre später wird der Landkreis Emmendingen als einer der letzten in Deutschland nun umgestellt. Dies bedeutet für die Hüsemer Helfer, dass in den vier Fahrzeugen und im Gerätehaus die analogen Funk- Geräte gegen digitale Modelle getauscht werden müssen. Der Gemeinderat folgte dem Vergabevorschlag der Verwaltung bzw. der Feuerwehr und Beauftragte die Firma abl&käufl Mobilfunkhandels GmbH. Das Auftragsvolumen beträgt 50.032 Euro/Brutto.

Pressestelle FF Rheinhausen, Andreas Lang

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