Beitragsbild zu: Feuerwehren im Landkreis mit neuer Alarm- und Ausrückeordnung Foto: Anna Huber / annafoto.de

Feuerwehren im Landkreis mit neuer Alarm- und Ausrückeordnung

Seit Montag, 25.01.2021 werden die Feuerwehren im Landkreis nach einer neuen, erstmals kreisweit einheitlichen Alarm- und Ausrückeordnung, kurz AAO, alarmiert und disponiert. Bis dato war beim gleichen Meldebild wie z.B. einem PKW-Brand der Kräfteansatz in den einzelnen Gemeinden sehr unterschiedlich. Mit der jetzt in Kraft getretenen AAO wird dies über so genannte Gefahrenabwehrstufen (GAS) vereinheitlicht.

Im Bereich der Brandbekämpfung werden die eingehenden Notrufe durch die integrierte Leitstelle nun anhand des Meldebildes der GAS Brand1 bis Brand4 zugeteilt. Unter Brand1 fallen z.B. Mülleimerbrände oder unbeaufsichtigte Lagerfeuer zu denen ein örtliches Löschfahrzeug ausrückt. Bei Brand4 handelt es sich hingegen um einen ausgedehnten Gebäude- oder Gewerbebrand zu dem sofort auch überörtliche Einheiten alarmiert werden. Das gleiche Schema wurde auch für technische Hilfeleistungen (TH1 bis TH4) und andere Einsatzlagen eingeführt.

Zukünftig werden bei Brandeinsätzen ab bestimmten GAS unsere Kameraden der Stützpunktwehr Herbolzheim automatisch mitalarmiert um insbesondere eine Drehleiter zur Verfügung zu stellen. Diese dient z.B. unseren im Innenangriff vorgehenden Atemschutzgeräteträgern in der so genannten Anleiterbereitschaft als alternativer Rückzugsweg im Notfall. Die für die jeweilige GAS vorgesehen Kräfte rücken auch bei einer Alarmierung über eine Brandmeldeanlage vollständig aus. Trotz einer hohen Quote an Fehlalarmen muss bis zur Erkundung vor Ort immer von einem Schadensfeuer ausgegangen werden.

Auch der Einsatz der eigenen Einsatzkräfte und Fahrzeuge wurde in diesem Zug neu organisiert. So wurde speziell für kleinere Einsatzlagen die Mannschaft in zwei Kleinalarmschleifen (Tag und Nacht) aufgeteilt um somit nur das wirklich benötigte Personal alarmieren zu können. Die Ausrückefolge der Fahrzeuge (Tanklösch- und Löschgruppenfahrzeug) wurde ebenfalls angepasst.

Auf Landkreisebene wurden sogenannte Tanklöschfahrzeugschleifen eingeführt. Diese werden insbesondere bei großen Vegetations- oder Waldbränden zur Wasserversorgung alarmiert. Unser TLF kann zukünftig zusammen mit den Fahrzeugen aus Herbolzheim und Kenzingen als „TLF-Schleife Nord“ auch landkreisweit abgerufen werden. Der Grundschutz in unserer Gemeinde wird dann durch das Löschgruppenfahrzeug sichergestellt. Andererseits können aber auch Fahrzeuge aus z.B. Waldkirch oder Denzlingen bei entsprechenden Einsatzlagen hier zum Einsatz kommen.

Mit dem vorhandenen Mehrzweckboot und dem neuen Geräteanhänger Wasserrettung ist die Feuerwehr Rheinhausen nun Teil eines landkreisweiten Wasserrettungskonzeptes. Durch eine ebenfalls neue Schleife kann die Wasserrettungsgruppe primär entlang der Rheinschiene bis Sasbach bzw. Kappel zu Einsätzen an stehenden und fließenden Gewässern alarmiert werden.

Pressestelle FF Rheinhausen, Andreas Lang & Fabian Kunz (Pressesprecher)

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