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Feuerwehr mit denkwürdiger Halbjahresbilanz

 

Wahrscheinlich werden die Jahresberichte aller Feuerwehren von einem besonderen, speziellen oder unvergesslichen Jahr 2020 sprechen. Auch an der Feuerwehr Rheinhausen ging dieses erste Halbjahr nicht spurlos vorbei. In der Generalversammlung wurde Kommandant Thorsten Heckel für seine mittlerweile fünfte Amtszeit, der stellvertretende Kommandant Andreas Lang für seine dritte und Simon Haser erstmals als weiterer stellvertretender Kommandant gewählt. Für ihre fundierte strategische Planung und ihr überdurchschnittliches Engagement auf Kreisebene erhielt die Rheinhausener Wehr von allen Seiten herzliche Worte der Anerkennung und des Dankes.

Ab März überschlugen isch die Ereignisse und schneller als gedacht sah man sich einer noch nie dagelegenen Situation gegenüber. So konnten sich die Kameradinnen und Kameraden nicht im gewohnten und verdienten Rahmen von ihrem Alterskameraden Franz Schmieder verabschieden und ihm auf seinem letzten Weg die Ehre erweisen. Auch die Bürgermeistertanne für unseren wiedergewählten ersten Feuerwehrmann Prof. Dr. Dr. Jürgen Louis musste in kleinstem Rahmen durch den Bauhof gestellt werden.

Der Fokus lag stattdessen auch in Rheinhausen auf dem Schutz der Gesundheit der Einsatzkräfte. So schafften es die Feuerwehren landauf, landab uneingeschränkt einsatzbereit zu sein und zu bleiben. Dafür war aber eine komplette Einstellung des Übungs- und Ausbildungsdienstes und die Absage von Versammlungen, Besprechungen und Weiterbildungsangeboten erforderlich. Während die Schutzmasken mit Gold aufgewogen wurden, konnten die Einsatzkräfte aufgrund einer großzügigen Spende der Familie Hödle mit selbst hergestellten Mund-Nasen-Schutzmasken ausgestattet werden. Mit einer "Gemeinsam gegen Corona" - Fotocollage wurden in den sozialen und in den Printmedien weit über 13000 Personen erreicht.

Wie auch im Arbeitsleben zunehmend praktiziert, wurden wichtige Themen in Videokonferenzen besprochen. Zwei Kameraden konnten zudem bei den Web-Seminaren des Kreisfeuerwehrverbandes Emmendingen Präsentationen im Bereich der Absturzsicherung und Baukunde vorstellen. Auch wenn große Teile des täglichen Lebens herunter gefahren wurden, blieb das Einsatzaufkommen erwartungsgemäß hoch. So bewältigten die Kameradinnen und Kameraden bis Ende Juni insgesamt 37 Einsätze. Somit steuert die Feuerwehr Rheinhausen auf ein ähnlich arbeitsintensives Jahr wie 2019 zu.

Die First-Responder-Gruppe rückte insgesamt 20 Mal aus, davon alleine viermal am Rosenmontag. Insbesondere bei mehreren Reanimationen erfolgte eine reibungslose Zusammenarbeit mit den Leitstellen und den Rettungsdiensten des Landkreises Emmendingen und des Ortenaukreises sowie der Besatzung des Freiburger Rettungshubschraubers. Alles in allem erfährt die Gruppe ein sehr hohes Ansehen in der Bevölkerung, aber auch auf Seiten des Rettungsdienstes. Dieses Ansehen gipfelte sogar in einem Dankschreiben eines an einem Einsatz beteiligten Notarztes, welcher sinngemäß von einer perfekten Vorgehensweise sprach, bei der nichts hätte besser gemacht werden können.

Bei 17 Einsätzen musste klassische Feuerwehrarbeit von der Dammkontrolle über die Beseitigung von Sturmschäden bis zu einem Verkehrsunfall und mehreren Brandmeldealarmen verrichtet werden.

Außergewöhnlich war Ende Januar eine Patientenrettung aus einem Dachgeschoss, bei der die Feuerwehr umfangreiches Material der Rettung aus Höhen anwenden musste und im Nachgang viel Lob für das hervorragende Vorgehen erhielt. Im April leitete ein bisher unbekannter Straftäter Mineralöl in die Kanalisation und verursachte dadurch den bisher längsten und aufwändigsten Umweltschutzeinsatz in Rheinhausen. Nach über zwölf Stunden konnte, auch durch den Einsatz von speziellem Equipment der Feuerwehr Lahr, ein massiver Umwelt- und Sachschaden in der Kläranlage abgewendet werden. Ein Wasserrettungseinsatz im Birkendwaldsee bestätigte sowohl die Notwendigkeit der in diesem Bereich vorhandenen Kompetenzen als auch das in Umsetzung befindliche neue Wasserrettungskonzept.

Hierbei stand der Beschaffungsprozess des Geräteanhängers Wasserrettung für Hochwasserlagen im Taubergießen, Leopoldskanal, Elz und Rhein im Fokus. Trotz Pandemie konnte seit Ende März die gesamte Beladung inklusive dem neuen Rettungsboot spezifiziert, bestellt, geliefert und abgenommen werden. Der Anhänger selbst befindet sich aktuell im Bau. Umfangreiche Ausbildung, insbesondere mit der neuen persönlichen Schutzausrüstung, wird dann die Bootsgruppe im zweiten Halbjahr beschäftigen. Neben einem hohen Landeszuschuss aufgrund des überörtlichen Einsatzwertes unterstützte die Firma "Brüderle Kunststofftechnik" als "Partner der Feuerwehr" erneut mit einer großen Spende.

Parallel dazu wird am Notstromkonzept für Feuerwehrhaus und Bauhof gefeilt. Als Teil der kritischen Infrastruktur ist das Gebäude bei längere, großflächigen Stromausfällen Anlaufpunkt für Hilfesuchende und muss auch über mehrere Tage permanent mit Strom versorgt werden können. Neben neuen Vorgaben hinsichtlich der Einspeisesicherheit macht auch die Verantwortung für den kommunalen Bevölkerungsschutz die Beschaffung eines entsprechenden Aggregates unumgänglich.

Die Feuerwehr Rheinhausen bedankt sich bei allen Gönnern, Followern in den sozialen Medien, Bekannten und Freunden für den überaus positiven Zuspruch. Wir sind gespannt was uns das zweite Halbjahr bringen wird. Bei allen Unwägbarkeiten bleibt eines aber sicher: 24/7/365 im Einsatz für unsere Gemeinde.

 
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