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Kontinuität bei der Feuerwehr - Jahreshauptversammlung 2020

 

Erstmalig im Foyer des Bürgerhauses fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Rheinhausen am Freitag, den 24. Januar 2020 statt. Neben Bürgermeister Dr. Louis und mehreren Gemeinderäten konnte Kommandant Thorsten Heckel auch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Nico Zimmermann, den Vorsitzenden der Kreisjugendfeuerwehr, Michael Köpfer, den Kommandanten der Sützpunktfeuerwehr Herbolzheim, Martin Hämmerle, Daniel Grosselin als Vertreter des Polizeipräsidiums Freiburg und den Vorsitzenden des DRK Ortsvereins Herbolzheim, Uwe Vögt, begrüßen.

Mit 63 Einsätzen lag das abgelaufene Jahr laut Heckel genau im Durchschnitt seit 2015. Neben 43 Einsätzen der First-Responder-Gruppe in Rheinhausen und in allen angrenzenden Gemeinden war nahezu das gesamte feuerwehrtechnische Spektrum abzuarbeiten. Hervorzuheben waren ein Gebäudebrand in der Hauptstraße im Ortsteil Oberhausen sowie eine Überlandhilfe im Rahmen einer Unwetterlage in Rust. Im Mai fuhr die First-Responder-Gruppe ihren zweihundertsten Einsatz. Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 wurden damit bereits mehrere Menschenleben gerettet.

Die Einsatzkräfte bereiteten sich an 17 Abendübungen, zwei Übungstagen, einem Türöffnungsseminar mit externem Referenten und einer Tagesfortbildung der First-Responder-Gruppe intensiv auf verschiedene Einsatzszenarien vor. Ein Highlight war ein Ausbildungstag auf dem Truppenübungsplatz Heuberg, bei dem die mehreren hundert Teilnehmer auch seltene Szenarien wie z.B. die Notlandung eines Militärhubschraubers und Amoklagen trainierten. Die Rheinhausener Kreisausbilder qualifizierten erneut 15 Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis für die Absturzsicherung und führten einen Praxistag zur einfachen Rettung aus Höhen und Tiefen auf dem Gelände des Zentrums für Psychiatrie in Emmendingen durch. Große Beachtung fand die Präsentation des Rheinhausener Belastungstests für Atemschutzgeräteträger beim Tagesseminar des Kreisfeuerwehrverbandes.

Strategisch wurden 2019 wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Dem neuen Gemeinderat wurde eine Halbzeitbilanz des Feuerwehrbedarfsplans vorgestellt, in der sich die enorme Entwicklung der Gemeinde z.B. in Form etlicher neuer Sonderbauten widerspiegelt. Während die Einsatzabteilung eine sehr intakte Altersstruktur hat, besteht bei der Jugendfeuerwehr im Bereich bis 12 Jahre Nachholbedarf. Hier soll 2020 mit gezielter Werbung und der Gründung einer Kinderfeuerwehr gegengesteuert werden. Unter anderem bei zwei Besichtigungsreisen wurde ein neues Wasserrettungskonzept mit Fokus auf die lokale Gefährdung im Taubergießen ausgearbeitet. 2020 soll das defekte Rettungsboot durch einen Wasserrettungsanhänger ersetzt werden. Dieser wird neben einem mechanisch besser geschützten Rettungsboot auch umfangreiche persönliche Schutzausrüstung für Einsätze in Fließgewässern mitführen. Im Mai ist hierfür eine mehrtägige Ausbildung mit einem externen Trainer geplant. Das Konzept überzeugte den Kreisbrandmeister fachlich voll, sodass ein hoher Landeszuschuss gewährt wurde, was bei einer reinen Ersatzbeschaffung nicht möglich wäre.

Schriftführer Lukas Schwörer berichtete vom arbeitsreichen Jubiläumswochenende der Narrenzunft Oberhausen, bei dem die Feuerwehr zwei Fastnachtsumzüge und das Stellen des Narrenbaums absicherte. Im April konnten mehrere Feuerwehrkameraden mit Partnerinnen auf Einladung eines Ministers des Bundes die Bundeshauptstadt Berlin und den Bundestag besuchen. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählten die Rhein.feier, eine Taubergießen-Bootsfahrt mit Wanderung und die Weihnachtsfeier. Gleich fünfmal schlug der Feuerwehr-Storch im vergangenen Jahr zu.

Simon Haser präsentierte letztmals den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr. Die vier Mädchen und 14 Jungen absolvierten neben 24 regulären Übungen auch zahlreiche Wettkampfproben. Als Lohn waren ein hervorragender zweiter Platz beim Kreiswettkampf, dreimal die absolvierte Leistungsspange und zwölfmal das Ablegen der Jugendflamme zu verzeichnen. Neben den regelmäßigen Altpapiersammlungen sorgte eine Spende der Narrenzunft Oberhausen über 333,33 € für ein Plus in der Jugendkasse. Bei der Ferienspielaktion und einem Ausflug zum Schwarzlichtgolfen kam auch der Spaß nicht zu kurz. Die Ämter des Jugendwarts und seines Stellvertreters werden in Zukunft durch Sven Maurer und Celina Hölle wahrgenommen. Unterstützt werden sie durch Adrian Münkel, Andreas Harke und Lena Wörner.

Ebenfalls seinen letzten Tätigkeitsbericht als Seniorenbetreuer trug Alois Enghauser vor. In Zukunft wird dieses Amt durch Josef Koßmann und Richard Metzger übernommen. Der Kassenbericht von Rechner Daniel Meyer wies in diesem Jahr einen deutlichen Fehlbetrag in der Kameradschaftskasse aus. Grund hierfür ist die Beschaffung neuer Poloshirts, Jacken und Mützen für alle Mitglieder aus Eigenmitteln und ohne öffentlichen Zuschuss. Da die Kassenprüfer eine einwandfreie Kassenführung bestätigten, wurden sowohl der Rechner als auch der gesamte Feuerwehrausschuss einstimmig entlastet.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurden Kommandant Thorsten Heckel, der stellvertretende Kommandant Andreas Lang, Schriftführer Lukas Schwörer, Kassenwart Daniel Meyer sowie die Ausschussmitglieder Julian Koßmann, Sascha Meyer, Clemens Maurer und Steffen Kaiser nahezu einstimmig wiedergewählt. Für den ausscheidenden stellvertretenden Kommandanten Markus Koßmann rückt Simon Haser nach.

Bürgermeister Dr. Louis äußerte die Hoffnung, dass zu den drei aktuell in Ausbildung befindlichen Quereinsteigern durch das große Neubaugebiet weitere hinzukommen. Die Feuerwehrbedarfsplanung in enger Abstimmung mit Verwaltung Gemeinderat sei ein verlässliches Konzept, das zu bedarfsorientierten und finanzierbaren Lösungen führt. Der besondere Dank ging an alle Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft und an die anwesenden Partnerorganisationen.

Daniel Grosselin überbrachte die Glückwünsche der Polizei an die neu gewählte Führung und betonte die professionelle und engagierte Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Region.

Nico Zimmermann bezeichnete Rheinhausen als mustergültige Feuerwehr im Landkreis, die sich über das Alltagsgeschäft hinaus vielfältig auf Kreisebene engagiert. Die strategische Planung und das frühe Erkennen von Baustellen in der Zukunft seien weitere Markenzeichen. Im Namen des Landes Baden-Württemberg zeichnete Zimmermann Florian Trotter, Jürgen Schönsten, Tobias Gut und Steffen Kaiser mit dem Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre und Mathias Kurs mit dem Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre Feuerwehrdienst aus. Vom Kreisfeuerwehrverband wurde Markus Koßmann mit der Ehrennadel in Silber und Thorsten Heckel mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Durch die Gemeinde Rheinhausen wurden außerdem für langjährigen Feuerwehrdienst Lukas Schwörer (15 Jahre), Simon Haser, Philipp Kaiser, Julian Koßmann, Markus Koßmann und Michael Maurer (jeweils 20 Jahre), Markus Held (25 Jahre), Armin Villinger (30 Jahre), Richard Metzger und Friedrich Metzger (jeweils 40 Jahre), Edwin Haser und Werner Mutschler (jeweils 50 Jahre), Alois Enghauser, Walter Ketterer und Franz Maurer (jeweils 55 Jahre) sowie Heinrich Duri und Konrad Kunzweiler (jeweils 65 Jahre) geehrt.

Abschließend zeichnete Andreas Lang die Entwicklung unter der Führung von Thorsten Heckel (20 Jahre) und Markus Koßmann (15 Jahre) nach: Beginnend mit der Fusion der eigenständigen Abteilungswehren über den Neubau des Feuerwehrhauses unter erheblicher Eigenleistung, die Erneuerung der Schutzkleidung und nahezu des gesamten Fuhrparks bis zum Aufbau neuer Kompetenzen wie First-Responder, Bootsgruppe und Kreisausbildung Absturzsicherung hat sich die Feuerwehr Rheinhausen kontinuierlich weiterentwickelt.

 

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