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Ausbildungstag und Frühjahrshauptühung

 

Am Samstag, den 04. April 2019, führte die Feuerwehr Rheinhausen erneut einen ganztägigen Übungstag für die Einsatzabteilung durch. Dieses Jahr standen ein ausgiebiges Maschinistentraining sowie die Grudnlagen im Bereich Absturzsicherung und dem einfachen Retten aus Höhen und Tiefen auf dem Programm.

Die Maschinisten trainierten insbesondere die Handlungsfelder Bedienen der fahrzeugbetriebenen Pumpen, Wasserabgabe über die eingebauten Löschwassertanks und Wasserversorgung. Hierbei wurden alle Optionen wie z.B. Einspeisung durch Hydranten, Saugbetrieb an Gewässern sowie die Wasserversorgung durch einen Faltbehälter als Puffer mit beiden Großfahrzeugen durchgespielt.

Zwei der "hauseigenen" Kreisausbilder übten mit den restlichen Kameradinnen und Kameraden Grundtätigkeiten der Absturzsicherung und im Umgang mit Seilen. Ziel ist im Einsatzfall mit der Grundbeladung eines Löschfahrzeuges einfache Maßnahmen wie die Eigensicherung und den Zugang zu einem Verletzten schnell durchführen zu können. Bei komplexeren oder längeren Lagen sollen Einsatzkräfte mit einer speziellen Ausbildung in Absturzsicherung und einfachem Retten aus Höhen und Tiefen personell unterstützt werden.

Den Abschluss des sehr intensiven und fordernden Übungstags bildete um 16.00 Uhr die Frühjahrshauptübung am Pfarrhaus in Oberhausen. Diese wurde in diesem Jahr erstmals als Stationsübung mit mehreren kleineren Einsatzlagen konzipiert. Um den anwesenden Zuschauern die Abläufe, Hintergründe und Vorgehensweisen erklären und somit verständlicher machen zu können, wurde die Übung durch den stellvertretenden Kommandanten Andreas Lang live kommentiert.

An der ersten Station wurde ein Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss angenommen. Zwei Personen machten sich an einem Fenster bemerkbar, da ihnen der Fluchtweg durch die starke Verrauchung der Wohnung abgschnitten worden war. Da dem Angriffstrupp der Zugang über das Treppenhaus nicht möglich war, wählte er als alternativen Angriffsweg den Einstieg in das Fenster im Obergeschoss über die vierteilige Steckleiter. Als eine der beiden Personen währenddessen das Bewusstsein verlor, musste sie schnellstmöglich über die Leiter gerettet werden. Hierbei handelt es sich um eine Ultima Ratio, wenn die normalerweise bevorzugte Rettung über das Treppenhaus nicht möglich ist. Der Wassertrupp rüstete sich als Sicherungstrupp aus und unterstützte die Personenrettung. Der Schlauchtrupp und der Melder brachten die Steckleiter in Stellung und bauten anschließend die Wasserversorgung zum Tanklöschfahrzeug auf.

Bei der zweiten Station kam es durch fahrlässigen Gebrauch von Spiritus beim Anzünden eines Grills zu einer Verpuffung mit Stichflamme. Eine Person erlitt dadurch schwere Verbrennungen und lag im unmittelbaren Gefahrenbereich, während die Flammen auf das Dach einer Scheune übergriffen. Gruppenführer und Melder führten deshalb bereits während ihrer Erkundung eine sogenannte Crashrettung des Verletzten durch. Der Angriffstrupp leitete einen Löschangriff über das erste Rohr im Innenangriff ein. Der Wassertrupp fungierte auch hier als Sicherungstrupp und baute mit dem zweiten Rohr eine Riegelstellung zum angrenzenden Pfarrhaus auf. Der Schlauchtrupp stellte die Versorgung des Verletzten und die Wasserversorgung des Löschgruppenfahrzeuges sicher.

An der dritten Station wurde die Arbeit der First-Responder-Gruppe am Beispiel eines Verkehrsunfalls gezeigt. Ein PKW-Lenker hatte aufgrund eines Herz-Kreislaufstillstandes die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war infolgedessen mit zwei Rad- und Fußgängern kollidiert. Während einer der beiden einen offenen Unterarmbruch und Schürfwunden erlitt, bestand beim zweiten Passanten der Verdacht auf eine Beckenfraktur. Der reanimationspflichtige Autofahrer wurde durch eine Übungspuppe simuliert. Die Besatzungen des Kommando- und des Mannschaftstransportwagens brachten an dieser Station mit Halskrausen, Beckenschlinge, automatisch externen Defibrillator, Sauerstoff und Unterarmschiene nahezu das gesamte Material zum Einsatz. Angesichts der nasskalten Witterung erwies sich jedoch eine ganz einfache Maßnahme als sprichwörtlich überlebenswichtig, die auch jeder Ersthelfer problemlos sicherstellen kann: der Wärmeerhalt mit (Rettungs-) Decken und provisorischem Regenschutz!

Trotz schlechtem Wetter zeigten mehrere Gemeinderäte und etliche weitere Zuschauer ihr Interesse am Feuerwehrhandwerk und an "Ihrer" Feuerwehr Rheinhausen.

Bürgermeister Professor Jürgen Louis, Kreisbrandmeister Christian Leiberich und Kommandant Thorsten Heckel waren beeindruckt vom abgedeckten Leistungsspektrum und dankten den rund 30 Einsatzkräften für das mehr als achtstündige Engagement an diesem Samstag.

 

Durch die laufende Werbeaktion konnte die Feuerwehr Rheinhausen bereits drei neue Kameraden gewinnen, darunter zwei Quereinsteiger, die inzwischen die Grundausbildung absolviert haben. Alle drei stehen voll im Berufsleben und wurden durch die Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung schnell integriert. Ungeachtet dessen freut sich die Feuerwehr Rheinhausen über weitere Anfragen von motivierten Quereinsteigern, deren Interesse am Feuerwehrdienst durch die Frühjahrshauptübung geweckt wurde.

 

Zum Pressebericht der Badischen Zeitung gelangen Sie hier...

 
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