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Praxistag Absturzsicherung

 

Seit 2013 führt die Feuerwehr Rheinhausen die Ausbildung der Absturzsicherung für den Landkreis Emmendingen durch. Nach 2015 und 2017 wurde den Absolventen am Samstag, den 28. Juli 2018, erneut ein ergänzender Praxistag zur Vertiefung der Kenntnisse angeboten. Als Übungsobjekt konnte das Kies- und Edelsplittwerk Kenzingen der Firma Vogel-Bau GmbH gewonnen werden. Der zentrale Bestandteil ist eine etwa 20 Meter hohe Aufbereitungsanlage mit vier nach oben offenen Silos sowie verschiedene Förderbandstrecken.

Als Einstieg führten die 23 Teilnehmer parallel eine Schachtrettung in zwei Silos durch. Da die Patienten liegend gerettet und dafür schonend in die Schleifkorbtrage verbracht werden mussten, wurden jeweils zwei Retter mittels Gerätesatz Flaschenzug und Redundanzsicherung abgeseilt. Herausforderungen waren hierbei insbesondere die Organisation der Einsatzstellen sowie das Einrichten der Sicherungsstände auf engen Laufstegen über mehrere Ebenen.

Bei der nächsten Übung war aus ungeklärten Gründen ein Dummy von einer etwa 15 Meter hohen Förderbandstrecke auf eine kegelförmige Sandhalde gestürzt. Einsatzauftrag war einen Retter von oben zuzuführen und das Opfer nach unten an den Fuß der Halde zu retten. Hierzu wurde der Flaschenzug möglichst hoch am Geländer des Laufstegs angeschlagen und durch einen Trupp auf Bodenniveau bedient. Neben den sehr beengten Platzverhältnissen auf dem Laufsteg war insbesondere zu berücksichtigen, dass keinerlei Festpunkte oberhalb des Geländers zur Verfügung standen, was das gesicherte Aussteigen des Retters erschwerte. Um das Opfer am Fuß der Halde abzusetzen, musste es gleichzeitig abgeseilt und mittels Abhalteleine im Mannschaftszug seitlich bewegt werden.

Danach galt es ein Opfer von einem Betonfundament der Anlage zu retten. Der Zugang war nur von oben über den Zwischenraum von zwei Silos möglich. Erschwerend kam hinzu, dass sich die potentiellen Anschlagpunkte über dem Betonfundament alle im absturzgefährdeten Bereich befanden. Die Retter mussten sich deshalb zunächst mittels horizontalen Vorstiegs gesichert zur Abseilstelle vorarbeiten. Beide Gruppen gingen hierzu mit zwei Teams von beiden Seiten vor. Aufgrund der komplexen baulichen Struktur waren ab den Sicherungsständen viele Seilumlenkungen erforderlich.

Als Abschluss galt es eine bewusstlose Person von einem Schrägförderband in einem engen Betonschacht zu retten. Die Ausbilder zielten aufgrund der akuten Lebensgefahr bei diesem Szenario auf eine möglichst einfache und schnelle Rettung ab. Richtigerweise wurde der Dummy mit einer Bandschlinge an den Füßen angeschlagen und dann im Mannschaftszug zügig auf dem Förderband aus dem Schacht gezogen.

 

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