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Übungstag und Hauptübung

 

Ihren zweiten ganztägigen Übungstag absolvierte die Feuerwehr Rheinhausen am Samstag, den 21.04.2018. Diese Übungstage dienen insbesondere der Vertiefung der Themen aus den regelmäßigen Abendübungen. Während 2017 Stationsausbildung betrieben wurde, standen in diesem Jahr Einsatzübungen mit dem Schwerpunkt Menschenrettung über tragbare Leitern sowie Atemschutzeinsatz im Fokus.

Nach einem gemeinsamen Frühstück wurde die erste Übung an einem Mehrfamilienhaus in der Schulstraße durchgeführt. Hierbei wurde ein Wohnungsbrand in einem Obergeschoss angenommen, in dessen Folge die Bewohner auf die Balkone geflüchtet waren. Anschließend stand die Bekämpfung eines fiktiven Lagerhallenbrandes bei der Firma Brüderle auf dem Programm. Diese Übung wurde auch dazu genutzt, Ortskenntniss über diesen Neubau zu erlangen. Nach der Mittagspause wurde an der Schule St. Dominikus nochmals schwerpunktmäßig die Menschenrettung - hier einer größeren Anzahl an Schulkindern - trainiert. Die Übungen wurden generell in Zugstärke mit bis zu 30 Feuerwehrangehörigen durchgeführt. Begleitet wurden sie durch Beobachter für die Bereiche Atemschutz, Maschinisten und Führungskräfte, die im Anschluss jeweils ein gezieltes Feedback zum Verlauf gaben.

Der Abschluss des Übungstages erfolgte in Form der traditionellen Frühjahrshauptübung. Als Objekt diente der Rohbau eines Mehrfamilienwohnhauses auf dem ehemaligen Gelände der Festhalle Oberhausen. Dabei wurde angenommen, dass während Abdichtungs- und Schweißarbeiten im hinteren Bereich der Tiefgarage Abdichtungs- und Dämmmaterial in Brand geraten war. Aufgrund der Brandlast entwickelte sich sehr viel Rauch, der durch eine Nebelmaschine und Nebeltöpfe simuliert wurde. Die Arbeiter im Untergeschoss können sich selbst in Sicherheit bringen. Aufgrund noch nicht verschlossener Decken- und Wanddurchbrüche kann sich jedoch der Rauch ungehindert im Objekt ausbreiten.

In kurzer Folge trafen der Kommandowagen mit der Einsatzleitung und das Tanklöschfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Nach erfolgter Erkundung nahmen die beiden ersten Atemschutztrupps ein Rohr im Innenangriff über die Zufahrt zur Tiefgarage vor. Das nachfolgende Löschgruppenfahrzeug sicherte die Wasserversorgung mittels Tragkraftspritze von einem nahen Tiefbrunnen aus und stellte zwei weitere Atemschutztrupps als Notfallteam bereit. Die Besatzung des Mannschaftstransportwagens sicherte die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr, suchte die oberen Geschosse des Objektes ab und stellte weitere Atemschutzgeräteträger zur Ablösung.

Aufgrund der massiven Verrauchung forderte die Einsatzleitung den mobilen Großventilator der Feuerwehr Herbolzheim nach. Hierbei handelt es sich um den auf einem Anhänger montierten "großen Bruder" des auch in Rheinhausen vorhandenen Überdrucklüfters. Über den Zugang an der Rampe zur Tiefgarage konnte damit das Kellergeschoss innerhalb von Minuten rauchfrei gemacht werden.

Beim Neubauprojekt "Wohnen am Neustädtle" handelt es sich um die erste Tiefgarage im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr Rheinhausen. Die Übung diente damit auch der Objektkunde und dem Training der hier erforderlichen Taktik. Lange Anmarschwege, starke Rauch- und Temperaturentwicklung und interne Verbindungen zum Wohngebäude, über die Rauch auch in obere Geschosse gelangen kann, bedeuten bei Bränden in Tiefgaragen besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte.

Beobachtet wurde die Übung von Stützpunktkommandant Martin Hämmerle, Herrn Wacker als Vertreter der Polizei, zwei Gemeinderäten und Bürgermeister Prof. Louis. Bei der Abschlussbesprechung zogen sowohl Kommandant Thorsten Heckel als auch die Teilnehmer ein durchweg positives Fazit des Ausbildungstags. Trotz hochsommerlicher Temperaturen wurden mit konstant hoher Motivation über 300 Ausbildungsstunden geleistet und etliche Atemluftflaschen geleert. Martin Hämmerle ging auf die baulichen und taktischen Besonderheiten von Tiefgaragen ein und bescheinigte den Kameraden ein erfolgreiches Abarbeiten des Szenarios. Prof. Louis sah im Ergebnis des Ausbildungstags einen weiteren Beweis für die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Rheinhausen und dankte für das Engagement.

 

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